diewaldinis


Die Waldinis

Eine kleine Geschichte

In einem besonders schönen Waldstück in Klein Berssini, kann man, wenn man mucksmäuschen still ist und wartet, eine kleine Horde von Waldinis beobachten. Waldinis gibt es schon seit 10000 Jahren, sie sind scheu, man bekommt sie kaum zu Gesicht, nur wenige Menschen haben sie schon gesehen. Sie sind vom Aussterben bedroht und stehen auf der Roten Liste. Es sind kleine, unterschiedlich aussehende auf vier Beinen laufende Tiere und sie leben meist in einer Horde in Höhlen, die sie sich graben. Die Höhle ist das Rückzugsgebiet und wird nie verraten. Der Zusammenhalt der Gruppe ist oberstes Gebot. Jeder setzt sich für den anderen ein. Sie fressen ausschließlich Gras, Kräuter, Tannenzapfen und im Sommer auch Beeren, wie man auf dem Bild sehen kann.

 

 

Mir ist es gelungen, sie beim grasen zu beobachten. Sie vertrauen mir, denn ich beobachte sie schon einige Jahre. Anfassen kann man sie leider nicht, wenn man es versucht, laufen sie davon. Vor den Jägern, die in diesem Waldstück jagen haben sie keine Angst, denn für Jäger sind die Waldinis unsichtbar. Ich habe es beobachtet, als ein Jäger auf der Kanzel saß, mit seinem Fernglas Ausschau hielt und die Waldinis fröhlich in seiner Nähe in Sichtweite grasten. Als dann ein Rehbock des Weges kam, nahm der Jäger erst seine Waffe, um den Bock zu erlegen. Er hatte die Waffe noch nicht ganz angelegt, da hatte ein Waldini sich dem Bock genähert und ihm mit knurrenden Lauten zu verstehen gegeben, dass sein Leben auf dem Spiel steht, wenn er sich nicht unverzüglich aus dem Staub macht. Der Bock suchte hochflüchtig das Weite.

Die Waldinis sind also Natur- und Tierschützer. Es ist sensationell, dass sie für Jäger unsichtbar sind. Es gibt noch zu wenig Studien, um sagen zu können, wie sie unterscheiden zwischen Jäger und normalem Spaziergänger oder Waldarbeiter. Dieses Geheimnis werden wir Menschen wohl nie lüften können.

Wenn sie sich unbeobachtet fühlen toben, spielen oder streunen sie in der Gruppe durch das Waldstück. Einer geht immer voran, um die Lage zu prüfen und ob Gefahr im Verzug ist.

 

 

Auf diesem Bild sieht man, dass der Waldini oben im Bild ein Auge über die ganze Sache hat und die anderen vier schirmen die Flanken ab. Hier sieht man auch genau, das es diese Tierart scheinbar nur in zwei Farben gibt, in weiß, weiß-beige und in schwarz. Zwei haben platte Nasen, diese dienen dazu in der Erde nach Gräserwurzeln zu suchen und auch, um sie für die anderen zugänglich zu machen. Die anderen haben lange Nasen, die zum Aufspüren besonders zarter Kräuter sind. Diese Spezies hat sich in Kurznasen-Waldinis und Langnasen-Waldinis aufgespalten.

 

 

Bei diesem Langnasen-Waldini kann man genau erkennen, dass er ein Späher ist. Er sucht sich einen erhöhten Platz, um bei Gefahr die anderen durch einen merkwürdigen Jaul-Ton zu warnen. Die einzigen Feinde der Waldinis sind die Eichhörnchen, vor denen sie sich in Sicherheit bringen müssen. Eichhörnchen reißen am liebsten Waldinis, weil es Nahrungskonkurrenten sind.

 

 

Dieser scheue Langnasen-Langhaar-Waldini beäugt mich ganz genau, obwohl er mich schon einige Zeit kennt. Er ist der Scheuste von allen, er scheint auch der Jüngste in dieser Horde zu sein. Leider lässt sich kaum unterscheiden was männliche und was weibliche Tiere sind. Äußerlich sind sie alle gleich. Jungtiere wie dieser sind sehr sehr selten. Sie haben nur alle 2-3tsd. Jahre Nachwuchs.

 

 

Ein krasses Beispiel der Flucht vor einem Eichhörnchen. Aber sie haben alle Ihre Höhle erreicht, denn am nächsten Tag waren sie putzmunter. Wenn man sich den Langohr-Langnasen-Langhaar Waldini anschaut, - ganz rechts im Bild -  wie er über den Boden schwebt, kann sich jeder vorstellen, dass sie nicht für alle Menschen sichtbar sind. Am Ende eines Tages, wenn alle Menschen den Wald verlassen haben, nehmen sich die Waldinis eine Auszeit und machen es wie die Menschen....

 

 

Dieses ist die Geschichte der Waldinis aus Klein Berssini. Ihr glaubt mir nicht? Dann schaut selber nach....